Erholung & Energie

Verbessert ein Haustier deine Gesundheit? Was eine Schweizer Umfrage ergab

Viele Menschen glauben, dass ein Haustier die Gesundheit verbessert, aber eine große Schweizer Umfrage zeigt ein komplexeres Bild. Haustierbesitzer beschrieben eine etwas schlechtere allgemeine Gesundheit und etwas mehr ungesunde Gewohnheiten. Keine deutlichen Unterschiede zeigten sich bei Einsamkeit, Lebenszufriedenheit oder Wohlbefinden. Die Qualität der Bindung zu einem Tier könnte wichtiger sein als der bloße Besitz.

Pixel-Art-Szene zweier Frauen in einem ruhigen gemeinsamen Alltagsmoment.
Eine warme Alltagsszene über Ruhe, Energie und bewusste Pausen.BodySeasons Redaktion, KI-gestützte Illustration

Kurzüberblick

  • Haustierbesitzer beschrieben eine etwas schlechtere allgemeine Gesundheit und etwas mehr ungesunde Gewohnheiten als Menschen ohne Haustiere.
  • Einsamkeit, Lebenszufriedenheit und psychisches Wohlbefinden zeigten keinen bedeutsamen Unterschied zwischen Besitzern und Nichtbesitzern.
  • Regelmäßiger Tierkontakt allein war nicht mit besseren Gesundheits- oder Wohlbefindensergebnissen verbunden.
  • Wie du dein Tier erlebst – einschließlich des Trostes und der gemeinsamen Zeit – könnte wichtiger sein als der bloße Besitz.
  • Diese Muster stammen aus einer Momentaufnahme unter Schweizer Erwachsenen und gelten möglicherweise nicht überall gleichermaßen.

Verbessert ein Haustier deine Gesundheit?

Wenn du mit einem Hund oder einer Katze zusammenlebst, hast du wahrscheinlich schon gehört, dass Haustierbesitz gut für die Gesundheit ist. Schlagzeilen, Freunde und Wellness-Seiten behaupten oft, dass Tiere Stress reduzieren, Einsamkeit bekämpfen und die Stimmung heben. Doch eine repräsentative Umfrage unter 2.328 Erwachsenen in der Schweiz untersuchte die gesundheitlichen Auswirkungen von Haustierbesitz zusammen mit Messungen von Wohlbefinden, Einsamkeit und sozialer Unterstützung – und die Ergebnisse waren nicht das, was die meisten erwarten. Haustierbesitzer in der Umfrage beschrieben eine etwas schlechtere allgemeine Gesundheit und etwas mehr ungesundes Verhalten als Menschen ohne Tiere. Gleichzeitig zeigten sich keine bedeutsamen Unterschiede bei Einsamkeit, Lebenszufriedenheit oder psychischem Wohlbefinden zwischen den beiden Gruppen. Was zeigt die Evidenz also tatsächlich über Haustiere und Gesundheit?1

Diese Frage ist wichtig, denn ein Tier bei sich aufzunehmen ist eine langfristige Verpflichtung. Sie erfordert täglich Zeit, Geld und Aufmerksamkeit, manchmal über viele Jahre. Manche Menschen schaffen sich ein Haustier an, weil sie glauben, dass es ihr Wohlbefinden verbessert. Andere entdecken, dass die Bindung unerwarteten Trost bringt. Bevor du diese Wahl triffst oder fortführst, ist es hilfreich zu verstehen, was die Forschung über den tatsächlichen Zusammenhang zwischen Tieren und menschlicher Gesundheit sagt – und was nicht.

Was Besitzer über ihre Gesundheit berichteten

Das Schweizer Forschungsteam verglich Menschen mit Haustieren mit Menschen ohne Haustiere und nutzte Daten einer landesweiten Umfrage unter 2.328 Erwachsenen. Nach Berücksichtigung von Hintergrundmerkmalen wie Alter, Geschlecht, Bildungsstand und Haushaltsgröße bewerteten Haustierbesitzer ihre allgemeine Gesundheit etwas schlechter. Sie beschrieben auch etwas mehr ungesunde Gewohnheiten in ihrem Alltag, wobei die Umfrage nicht angab, um welche Gewohnheiten es sich handelte.1

  • Die selbst eingeschätzte Gesundheit war bei Menschen mit Haustieren etwas schlechter.1
  • Ungesundes Verhalten trat bei Haustierbesitzern etwas häufiger auf.1
  • Die Inanspruchnahme des Gesundheitswesens zeigte keinen klaren Unterschied zwischen den Gruppen.1
  • Das Ausmaß der menschlichen sozialen Unterstützung war unabhängig von der Haustierhaltung ähnlich.1

Keine klaren Wohlbefindensunterschiede

Als die Forschenden sich Einsamkeit, Lebenszufriedenheit und psychischem Wohlbefinden zuwandten, war das Bild anders als viele annehmen. Es gab keinen bedeutsamen Unterschied zwischen Menschen mit und ohne Haustiere. Die beiden Gruppen erzielten ähnliche Werte bei Verbundenheit, Zufriedenheit und emotionalem Wohlbefinden im Alltag. Dies zeigte sich durchgängig in verschiedenen Analysearten.

Das gleiche Muster zeigte sich bei der sozialen Unterstützung durch andere Menschen. Haustierbesitzer berichteten nicht von mehr Freunden, engeren Familienbanden oder stärkeren Gemeinschaftsverbindungen als Menschen ohne Haustiere. Ein Tier zu Hause schien das soziale Netzwerk weder zu erweitern noch zu verkleinern. Das stellt eine weitere verbreitete Idee infrage: dass Haustiere dir natürlich helfen, Menschen kennenzulernen oder dich stärker mit deiner Umgebung verbunden zu fühlen. Die Daten stützten dies nicht.1

Regelmäßiger Tierkontakt allein half nicht

Die Umfrage untersuchte auch eine verwandte Frage. Wie steht es um Menschen, die regelmäßigen Kontakt zu Tieren haben, aber keines besitzen? Manche Forscher haben sich gefragt, ob der Besuch des Hundes eines Freundes oder die Zeit in einem Tierheim ähnliche Vorteile bringt wie der Besitz eines Haustiers. Auch hier waren die Ergebnisse flach. Personen mit regelmäßigem Tierkontakt zeigten keine bessere Gesundheit, keine weniger ungesunden Gewohnheiten und kein höheres Wohlbefinden oder soziale Unterstützung als Menschen, die selten mit Tieren interagierten.

Dies traf unabhängig davon zu, wie die Forscher die Daten gruppierten. Ob allgemeine Gesundheit, spezifische Gewohnheiten oder emotionale Maße – regelmäßiger Tierkontakt allein hob sich nicht als bedeutsamer Faktor ab. Es reichte nicht aus, um ein klares Muster zu zeigen. Das Ergebnis deutet darauf hin, dass beiläufige oder gelegentliche Zeit mit Tieren nicht dasselbe ist wie eine gelebte, tägliche Bindung.1

Was ist mit der Mensch-Tier-Bindung?

Was war also tatsächlich von Bedeutung? Die Forscher betrachteten genauer die Qualität der Beziehung jeder Person zu ihrem Tier, nicht nur, ob sie eines besaßen. Zwei Faktoren tauchten in manchen Analysen auf. Das Ausmaß der sozio-emotionalen Unterstützung, die jemand von seinem Haustier empfand – also wie viel Trost und Verbindung die Bindung bot – war manchmal mit besserem Wohlbefinden verbunden. Auch mehr Zeit mit dem Tier zu verbringen, schien in bestimmten Ergebnissen eine Rolle zu spielen. Mit anderen Worten: Wie du die Bindung erlebst, könnte wichtiger sein als die Tatsache, dass du eine hast.

Interessanterweise waren die Tierart und der Grad der emotionalen Bindung nicht durchgängig mit Gesundheits- oder Wohlbefindensergebnissen verknüpft. Ein tief gebundener Katzenbesitzer und ein weniger gebundener Hundebesitzer zeigten keine klaren Unterschiede bei diesen Maßen. Was mehr zählte, war, wie die Beziehung in der Praxis funktionierte. Die Umfrage ergab auch, dass Frauen, Hundebesitzer und Menschen, die mehr Zeit mit ihren Tieren verbrachten, tendenziell stärkere Bindungsgefühle und eine größere wahrgenommene emotionale Unterstützung durch ihre Haustiere beschrieben.1

Haustierbesitz und Gesundheit im Alltag

Was bedeutet das alles für dich? Die Evidenz sagt nicht, dass Haustiere schädlich sind oder dass du sie meiden solltest. Sie verspricht auch nicht, dass ein Haustier dich gesünder macht. Stattdessen deutet sie darauf hin, dass der Zusammenhang zwischen Tieren und menschlichem Wohlbefinden nuancierter ist, als populäre Botschaften oft nahelegen. Die gesundheitlichen Auswirkungen der Haustierhaltung scheinen teilweise davon abzuhängen, wie die Beziehung zum Tier in der Praxis aussieht, nicht nur davon, ob ein Haustier mit dir zusammenlebt. Es ist eine persönliche Frage, keine einfache Formel.1

Anstatt zu fragen, ob ein Haustier deine Gesundheit verbessert, kannst du überlegen, was dir deine Beziehung zu deinem Tier tagtäglich bietet. Spendet dir dein Haustier nach einem schweren Tag Trost? Bringt das Gassigehen mit deinem Hund etwas Bewegung in deinen Alltag? Gibt dir die Pflege eines Tieres Struktur am Morgen oder einen Grund, nach draußen zu gehen? Diese persönlichen Details könnten weitaus wichtiger sein als die einfache Frage, ob du als Haustierbesitzer zählst. Was auch immer die Forschung herausfindet, deine eigene Erfahrung der Beziehung bleibt wertvoll.

Wichtige Begriffe erklärt

Haustierhaltung
Mit einem Tier im eigenen Haushalt leben, regelmäßig und dauerhaft. Dazu gehören Hunde, Katzen, Vögel, Kaninchen oder andere Begleittiere.
Gesundheitszustand
Wie ein Mensch seinen eigenen allgemeinen körperlichen Zustand einschätzt. In Umfragen wählen Menschen typischerweise aus einer Skala von schlecht bis ausgezeichnet.
Gesundheitsverhalten
Alltägliche Gewohnheiten wie körperliche Aktivität, Essmuster, Schlaf und Lebensstilroutinen. Forscher untersuchen, ob diese Gewohnheiten zwischen Haustierbesitzern und Nichtbesitzern unterschiedlich sind.
Sozio-emotionale Unterstützung durch ein Tier
Der Trost, die Gesellschaft und die emotionale Verbindung, die ein Mensch von seinem Haustier empfindet. Es geht um die Qualität der Bindung, nicht nur darum, ob ein Tier physisch anwesend ist.
Wohlbefindensmaße
Umfragefragen, die nach Einsamkeit, Lebenszufriedenheit und emotionaler Gesundheit fragen. Sie erfassen, wie ein Mensch über sein Leben denkt, nicht nur über seinen Körper.

Dinge, die du ausprobieren kannst

Alltägliche Dinge, die du beachten kannst

  • Achte darauf, was dir die Beziehung zu deinem Tier im Alltag gibt. Nimm Momente von Trost, Routine oder sanfter Bewegung wahr, die dein Haustier in dein gewöhnliches Leben bringt.
  • Wenn du darüber nachdenkst, dir ein Haustier anzuschaffen, verbringe zunächst Zeit mit dieser Tierart. Besuche eine Freundin oder einen Freund mit Hund oder Katze und achte darauf, wie sich der Kontakt anfühlt.
  • Konzentriere dich auf die Qualität der Zeit, die du mit deinem Tier verbringst. Kurze, aufmerksame Momente der Verbindung können wichtiger sein als lange Passagen passiver Anwesenheit im selben Raum.
  • Sprich offen mit anderen Haustierbesitzern über ihre wahren Erfahrungen. Ehrliche Gespräche können eine nützlichere Perspektive bieten als pauschale Behauptungen über Tiere und Gesundheit.
  • Wenn du bereits ein Haustier hast, überlege, was dir die Beziehung bietet. Keine Studie kann dein eigenes Gespür dafür ersetzen, was die Bindung in dein tägliches Leben bringt.
  • Wenn dir die Pflege deines Haustiers manchmal schwerfällt, sprich mit einer vertrauten Person darüber. Ein ehrliches Gespräch über Herausforderungen ist genauso wertvoll wie eines über Freuden.

Woher diese Evidenz stammt

So ist dieser Beitrag entstanden

KI unterstützt uns bei Recherche und Entwurf. Vor der Veröffentlichung prüft eine reale verantwortliche Person beide Sprachfassungen, alle Aussagen und die zugehörigen Quellen.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und deiner Selbstbeobachtung. Er ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung.

Quellen

  1. Factors of pet ownership associated with human health: A representative cross-sectional survey of SwitzerlandPLOS OneAbgerufen am 7. August 2026

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