Care & Arbeitswelt

Unbezahlte Care-Arbeit sichtbar machen: Was Zeitdaten zeigen und was Mental Load verdeckt

Zeitstudien zeigen, wie viele Stunden Menschen für Haushalt, Betreuung und Organisation aufbringen. Sie erfassen aber nicht jeden Gedanken und nicht jede Verantwortung. Dieser Beitrag erklärt die wichtigsten Zahlen in einfacher Sprache und zeigt klar, wo ihre Grenzen liegen.

Pixel-Art-Szene einer Frau, die morgens in einer Küche Essen vorbereitet, während Notizen und ein Wäschekorb am Tisch liegen.
Eine morgendliche Alltagsszene, in der Essensvorbereitung, Organisation und Wäsche gleichzeitig sichtbar werden.BodySeasons Redaktion, KI-gestützte Illustration

Kurzüberblick

  • Deutsche Zeitdaten zeigen deutliche Unterschiede bei bezahlter und unbezahlter Arbeit. Sie beschreiben aber den Durchschnitt großer Gruppen und keinen einzelnen Haushalt.
  • Die europäische CARE Survey ergänzt die Zeitwerte um Fragen zu Planung, Häufigkeit und gefühlter Verantwortung.
  • Mental Load wird zum Teil sichtbar. Kurze Absprachen, ständiges Mitdenken und Bereitschaft können trotzdem außerhalb der Messung bleiben.
  • Die sechs Quellen beantworten verschiedene Fragen. Sie ergeben zusammen ein besseres Bild, dürfen aber nicht zu einer einzigen Zahl vermischt werden.

Worum es bei unbezahlter Care-Arbeit geht

Unbezahlte Care-Arbeit wird sichtbar, wenn Menschen aufschreiben, wie viel Zeit sie für Kochen, Putzen, Einkaufen, Betreuung, Pflege und Organisation brauchen. Genau das leisten Zeitstudien. Sie zeigen viele Aufgaben, die sonst leicht übersehen werden. Trotzdem erfassen sie nicht jeden Gedanken und nicht jede kurze Absprache. Auch das ständige Mitdenken kann fehlen. Die Zahlen sind deshalb wichtig, aber nicht vollständig. Sie zeigen den Durchschnitt für große Gruppen. Sie erzählen nicht, wie die Arbeit in einem bestimmten Haushalt verteilt ist. Wer die Ergebnisse liest, sollte immer auch auf die Art der Messung und ihre Grenzen schauen. Das schützt vor schnellen Urteilen. Es hilft außerdem dabei, die eigene Lage mit Ruhe anzuschauen, ohne aus einem Durchschnitt sofort eine Regel für alle Familien zu machen.1, 2

Zeit allein beantwortet nicht jede Frage. Die europäische CARE Survey fragt auch, wer Aufgaben plant, wie oft sie anfallen und wer sich dafür zuständig fühlt. UN Women erklärt zudem, warum Betreuung, Aufsicht und ständige Bereitschaft in einer Befragung unterschiedlich sichtbar sein können. Diese Quellen ergänzen die deutschen Zeitwerte. Sie ersetzen sie aber nicht, weil sie etwas anderes messen.3, 5

Die ILO schaut auf einen weiteren Teil des Themas. Ihr Bericht zählt Menschen, die wegen Sorgearbeit nicht am Arbeitsmarkt teilnehmen. Er misst weder alle Menschen mit Care-Aufgaben noch ihre tägliche Zeit. Er misst auch keinen persönlichen Mental Load. Das Beispiel zeigt, warum die genaue Frage einer Quelle immer zum Ergebnis gehört.5, 6

Was die deutschen Zahlen zeigen

Destatis nennt für Menschen ab 18 Jahren im Jahr 2022 im Schnitt 24 Stunden und 58 Minuten unbezahlte Arbeit pro Woche. Bei Männern waren es 20 Stunden und 26 Minuten. Bei Frauen waren es 29 Stunden und 18 Minuten. Der Unterschied lag damit bei 8 Stunden und 52 Minuten pro Woche. Destatis hat diese Werte am 6. Juni 2025 mit neuen Bevölkerungsdaten neu berechnet.1

Auch die einzelnen Aufgaben unterscheiden sich. Frauen kamen im Schnitt auf 6 Stunden und 38 Minuten Küchenarbeit pro Woche. Männer kamen auf 3 Stunden und 36 Minuten. Für Putzen und Waschen nennt die Tabelle 6 Stunden und 20 Minuten bei Frauen und 2 Stunden und 47 Minuten bei Männern. Beim Einkaufen und Organisieren lagen die Werte näher beieinander.1

Bei Betreuung, Pflege und Hilfe für Menschen im Haushalt nennt die Tabelle 3 Stunden und 32 Minuten für Frauen. Für Männer waren es 1 Stunde und 51 Minuten. Bei Gartenarbeit und handwerklichen Aufgaben lag der Wert der Männer höher. Männer verbrachten zugleich mehr Zeit mit bezahlter Arbeit. Die gesamte erfasste Arbeitszeit lag bei beiden Gruppen näher zusammen als die einzelnen Bereiche.1

Wie diese Zeitdaten entstehen

Der Qualitätsbericht erklärt den Weg von einem Alltagstag zur Statistik. Nach der Prüfung blieben 9 774 Haushalte, 19 526 Menschen ab zehn Jahren und 57 769 Tagebuchtage übrig. Jede Person schrieb drei Tage lang auf, was sie tat. Ein Tag lief dabei von 4 Uhr morgens bis 4 Uhr am nächsten Morgen. Er wurde in Abschnitte von zehn Minuten geteilt.2

Für jeden Abschnitt wurde eine Hauptaufgabe notiert. Eine zweite Aufgabe konnte daneben stehen. Sehr kurze Dinge unter zehn Minuten fehlten laut Bericht oft. Wenn mehrere Dinge zugleich passierten, sollte die längere oder wichtigere Aufgabe als Hauptaufgabe gelten. Kurze Absprachen, ein schneller Gedanke oder das Erinnern an einen Termin bekamen daher nicht immer einen eigenen Platz.

Die Teilnahme an der Studie war freiwillig. Destatis wählte die Haushalte nach festen Vorgaben aus und passte die Ergebnisse später an die Bevölkerung an. Trotzdem waren Menschen mit hoher Bildung stärker vertreten. Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit waren schwächer vertreten, besonders bei geringen Deutschkenntnissen. Diese Grenzen machen die Daten nicht wertlos. Sie zeigen, für wen der Durchschnitt besonders gut passt und wo Vorsicht nötig ist.2

Was die europäische CARE Survey ergänzt

Die zweite CARE Survey betrachtet alle 27 EU-Staaten. Laut technischem Bericht nahmen 65 202 Menschen im Alter von 16 bis 74 Jahren teil. Die Befragung lief von Oktober bis Dezember 2024. Die Teilnehmenden kamen aus Online-Gruppen und wurden nicht zufällig ausgewählt. Feste Vorgaben für Geschlecht, Alter und Region sowie spätere Rechengewichte sollten die Gruppen besser vergleichbar machen.3, 4

In der EU gaben 60 Prozent der Frauen mit Hausarbeit an, täglich zu kochen, zu reinigen oder Wäsche zu machen. Bei Männern waren es 34 Prozent. Das tägliche Planen und Organisieren nannten 32 Prozent der Frauen und 22 Prozent der Männer. Beim Einkauf von Lebensmitteln mindestens einmal pro Woche lagen Frauen und Männer mit 67 und 68 Prozent fast gleichauf.3

Bei der Betreuung eigener Kinder trennt EIGE mehrere Aufgaben. Dazu gehören Aufsicht, Trost, Körperpflege, Planung, Freizeit und Hilfe bei Schule oder Hausaufgaben. Frauen sagten häufiger, dass sie den größeren Teil der Verantwortung tragen. Männer beschrieben die Verteilung häufiger als gleich. Das sind Angaben zur Häufigkeit und zur eigenen Sicht. Sie sind keine genaue Zeitmessung für den ganzen Tag.3, 4

Was Mental Load in diesen Daten bedeutet

EIGE meint mit Mental Load den Teil von Sorgearbeit, bei dem jemand plant, ordnet und den Überblick behält. Dazu gehören zum Beispiel Termine, Einkäufe oder Aufgaben im Haushalt. UN Women beschreibt ein ähnliches Problem bei der Messung. Aufsicht und Bereitschaft sind nicht immer klar von anderen Tätigkeiten getrennt. Sie können während Arbeit, Freizeit oder Hausarbeit weiterlaufen.3, 5

Das deutsche Tagebuch kann Gedankenarbeit erfassen, wenn sie bewusst eingetragen wird. Die Hinweise nennen sogar das Nachdenken über einen Einkauf als Beispiel. Trotzdem muss eine Person den Gedanken als Aufgabe erkennen, sich später daran erinnern und ihn notieren. UN Women zeigt außerdem, dass Tagebücher gleichzeitige Aufsicht oft zu knapp erfassen. Rückblicke können dieselbe Zeit dagegen weiter fassen.2, 5

Die CARE Survey macht Planung sichtbarer, weil sie direkt danach fragt. Sie nennt aber Häufigkeit und gefühlte Zuständigkeit statt Minuten. Daher gibt es keinen vollständigen Minutenwert für Mental Load. Umgekehrt darf eine Lücke im Tagebuch nicht einfach als versteckte Planung gelten. Sicher ist nur: Jede Methode sieht einen Teil. Kurze Gedankenwechsel und dauernde Verantwortung bleiben zum Teil außerhalb des Rasters.2, 3, 5

Warum die Quellen nicht dieselbe Frage beantworten

Die Destatis-Tabelle fragt nach der Dauer bestimmter Aufgaben in Deutschland. Die CARE Survey fragt für die EU auch nach Häufigkeit und Verteilung. Deshalb lassen sich ihre Prozentwerte nicht zu den deutschen Stunden addieren. Beide Quellen können zusammen ein klareres Bild geben. Dafür müssen Einheit, Jahr, Alter und Region immer sichtbar bleiben.1, 3

Die technischen Berichte erklären, wie die Menschen ausgewählt und die Antworten geprüft wurden. Bei Destatis standen drei Tagebücher pro Person im Mittelpunkt. EIGE nutzte Menschen aus Online-Gruppen, feste Vorgaben für die Auswahl und spätere Rechengewichte. Beide Wege zeigen Muster in großen Gruppen. Sie haben aber andere Schwächen und können nicht eins zu eins verglichen werden.2, 4

UN Women vergleicht verschiedene Arten der Befragung. Die ILO stellt dagegen eine Frage zum Arbeitsmarkt. Für 2023 schätzt die ILO weltweit 748 Millionen Menschen ab 15 Jahren, die wegen Sorgearbeit nicht am Arbeitsmarkt teilnahmen. Darunter waren 708 Millionen Frauen und 40 Millionen Männer. Diese Zahlen beruhen auf Daten aus 125 Ländern und weiteren Schätzungen. Sie sind keine Zeitwerte für Haushalte.5, 6

So kannst du die Zahlen sinnvoll lesen

Die sechs Quellen passen zusammen, wenn jede Zahl bei ihrer eigenen Frage bleibt. Dafür hilft ein einfaches Raster. Trenne Dauer, Häufigkeit, gefühlte Zuständigkeit und Arbeitsmarktstatus. Schau danach, wer befragt wurde und für welches Jahr die Zahl gilt. Prüfe zuletzt, ob der Wert direkt beobachtet, mit Rechengewichten angepasst oder für fehlende Länder geschätzt wurde.1, 2, 3, 4, 5, 6

  1. Prüfe zuerst die Einheit und die Gruppe. Die Destatis-Werte sind Stunden pro Woche für Menschen ab 18 Jahren in Deutschland.1, 2
  2. Schau dann auf die Frage. Die CARE Survey trennt Aufgaben, Planung, Häufigkeit und die eigene Sicht auf Verantwortung.3, 4
  3. Beachte den blinden Fleck. UN Women zeigt, dass Aufsicht und Bereitschaft je nach Frage anders sichtbar werden.5
  4. Bleib bei der Reichweite. Die ILO-Zahl gilt nur für Menschen außerhalb des Arbeitsmarkts, die Sorgearbeit als Grund nennen.6

Dieses Raster bewertet keinen Haushalt. Es zeigt nur, welche Aussage eine Quelle tragen kann. Besonders wichtig sind die Grenzen. Dazu zählen kurze oder gleichzeitige Aufgaben im Tagebuch, die Auswahl in Online-Gruppen und andere Fragen in internationalen Daten. Auch Schätzungen für fehlende Länder gehören dazu. Wenn diese Punkte offen stehen, wird eine Zahl nützlicher und nicht schwächer.2, 4, 5, 6

Unbezahlte Care-Arbeit im Alltag leichter machen

Wenn du dich in den Zahlen wiedererkennst, musst du nicht sofort den ganzen Alltag umbauen. Ein guter Anfang ist eine kleine Bestandsaufnahme. Schreib für einige Tage auf, welche Aufgaben du erledigst und woran du nebenbei denkst. Nimm auch Dinge auf, die schnell gehen, aber oft wiederkommen. Dazu gehören Termine, Einkäufe, Nachrichten aus der Schule, Rezepte oder die Frage, was als Nächstes gebraucht wird. Erst wenn diese unbezahlte Care-Arbeit sichtbar ist, lässt sich ruhig darüber sprechen.

  1. Sammle zuerst alles an einem Ort. Bewerte noch nicht, ob eine Aufgabe wichtig genug ist. Der erste Schritt soll nur den Kopf entlasten.
  2. Markiere danach, was heute nötig ist, was warten darf und was du bewusst weglassen kannst. Nicht jede offene Aufgabe muss erledigt werden.
  3. Sprich über Zuständigkeiten statt über einzelne Gefallen. Klärt gemeinsam, wer eine Aufgabe ganz übernimmt und auch an die nächsten Schritte denkt.
  4. Bitte konkret um Hilfe. Eine sichtbare Liste macht es leichter zu sagen, welche Aufgaben du nicht schaffst und wobei jemand anderes unterstützen kann.

Für diesen ersten Schritt gibt es in BodySeasons die kostenlose Kopffrei-Liste. Sie ist keine starre Aufgabenliste. Du hältst Gedanken als ruhige Karten fest und kannst sie durch Ziehen sortieren. Ein Eintrag kann erledigt, verändert, gelöscht oder bewusst losgelassen werden. So darf auch etwas nach hinten rutschen, wenn es gerade nicht wichtig ist. Die Liste verteilt Aufgaben nicht automatisch und hat keine eingebaute Freigabe. Sie kann dir aber als klare Grundlage für ein Gespräch dienen.

Das Ziel ist nicht, jede Minute zu messen oder den Alltag perfekt zu planen. Es geht darum, Druck aus dem Kopf zu nehmen und Entscheidungen sichtbar zu machen. Vielleicht reicht es schon, eine Aufgabe abzugeben, einen Anspruch zu senken oder etwas für diese Woche zu streichen. Wenn Belastung dauerhaft sehr hoch ist, Schlaf, Stimmung oder Gesundheit stark leiden, kann zusätzlich Unterstützung durch eine Beratungsstelle oder eine medizinische Fachperson sinnvoll sein.

Was du aus den Daten mitnehmen kannst

Auf Gruppenebene ist ein klares Muster zu sehen. Frauen verbrachten in der deutschen Studie im Schnitt mehr Zeit mit unbezahlter Arbeit. In der EU berichteten Frauen bei vielen täglichen Aufgaben und bei der Planung ebenfalls öfter eine größere Beteiligung. Die ILO zeigt zudem einen großen Unterschied bei Menschen, die wegen Sorgearbeit nicht am Arbeitsmarkt teilnehmen. Keine Quelle beschreibt damit automatisch einen einzelnen Haushalt.1, 3, 6

Auch die Grenze ist klar. Ein Tagebuch sieht vor allem benannte Zeitblöcke. Eine Online-Befragung erfasst Antworten zu Häufigkeit und Verantwortung. Eine Methodenstudie vergleicht die Werkzeuge. Ein Arbeitsmarktbericht zählt eine eng beschriebene Gruppe. Zusammen machen sie Sorgearbeit sichtbarer. Planung, Aufsicht und ständiges Mitdenken erscheinen zum Teil darin. Ein Teil bleibt trotzdem außerhalb jeder einzelnen Zahl.2, 4, 5, 6

Kopf frei: Aufgaben aus dem Kopf holen

Die kostenlose Kopffrei-Liste ist keine normale Aufgabenliste. Sie gibt allem einen Platz, was gerade im Kopf kreist. Danach kannst du in Ruhe sortieren, was wichtig ist, was warten darf und wobei du Unterstützung brauchst.

  1. Schreib zuerst alles auf, ohne es sofort zu bewerten.
  2. Zieh wichtige Einträge nach oben und geh nur den nächsten Schritt an.
  3. Lass Punkte weiter unten bewusst liegen oder streich sie, wenn sie nicht mehr wichtig sind.
  4. Nutze die sortierte Übersicht für ein Gespräch, wenn du Aufgaben abgeben oder Hilfe erfragen möchtest.
Kopffrei-Liste kostenlos nutzen

So ist dieser Beitrag entstanden

KI unterstützt uns bei Recherche und Entwurf. Vor der Veröffentlichung prüft eine reale verantwortliche Person beide Sprachfassungen, alle Aussagen und die zugehörigen Quellen.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und deiner Selbstbeobachtung. Er ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung.

Quellen

  1. Zeitverwendungserhebung 2022: Erwerbsarbeit und unbezahlte Arbeit nach GeschlechtStatistisches Bundesamt (Destatis)Abgerufen am 16. Juli 2026
    Genannte Grenzen
    • Die veröffentlichten Werte sind Gruppenmittelwerte und beschreiben keinen einzelnen Haushalt.
    • Aktivitätskategorien und Bezugsgruppen müssen bei jedem Vergleich unverändert beibehalten werden.
    • Die Ergebnisse wurden am 6. Juni 2025 auf Grundlage der neuen Hochrechnung revidiert.
  2. Qualitätsbericht Zeitverwendungserhebung 2022Statistisches Bundesamt (Destatis)Abgerufen am 16. Juli 2026
    Genannte Grenzen
    • Kurze Tätigkeiten unter zehn Minuten und nicht ausdrücklich eingetragene gleichzeitige Aktivitäten können untererfasst sein.
    • Die freiwillige Quotenstichprobe weist einen Bildungsbias und eine Unterrepräsentanz von Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit auf.
    • 32 Prozent der ursprünglich gezogenen teilnahmebereiten Haushalte lieferten keine oder keine vollständig verwertbaren Daten.
  3. Sharing care, closing gender gaps: CARE Survey 2024European Institute for Gender Equality (EIGE)Abgerufen am 16. Juli 2026
    Genannte Grenzen
    • The survey records self-reported frequencies, hours and perceived divisions rather than diary-observed continuous responsibility.
    • Frequency categories cannot be converted directly into the weekly duration measures of a time diary.
    • EU-level patterns do not describe every Member State, household or individual.
  4. CARE Survey – Second wave: Online Panel Survey on Gender Gaps in Unpaid Care, Individual and Social Activities – Technical reportEuropean Institute for Gender Equality (EIGE)Abgerufen am 16. Juli 2026
    Genannte Grenzen
    • Panel members self-selected into non-probability online panels, so coverage and non-response error remain possible.
    • People without internet access are excluded, while lower-educated, lower-income and rural groups can be under-represented.
    • Quotas and weights improve sample composition but do not turn the panel into a probability sample.
  5. Quantifying Care: Design and Harmonization Issues in Time-Use SurveysUN Women Data Hub / Women CountAbgerufen am 16. Juli 2026
    Genannte Grenzen
    • The compared surveys differ in recall period, activity coding, treatment of simultaneous activities and target population.
    • Time diaries and stylised activity lists produce measures that are not directly interchangeable.
    • Supervisory and on-call care can remain underreported even when a survey asks about secondary activities.
  6. The impact of care responsibilities on women’s labour force participationInternational Labour Organization (ILO)Abgerufen am 16. Juli 2026
    Genannte Grenzen
    • The indicator concerns people outside the labour force who cite care responsibilities; it does not count everyone who performs unpaid care.
    • Missing country data and some care-specific values are estimated using modelled benchmarks and weighted income-group averages.
    • The 2024 estimates are not directly comparable with the ILO’s 2018 figures because methods and data coverage changed.